Foto: djd/Interpress/Peugeot
Der Peugeot 3008 im Test: Originelle Lösungen sorgen für Alltagstauglichkeit und Variabilität
Originelle Lösungen sorgen für Alltagstauglichkeit und Variabilität, kein Wunder, dass die Autohersteller immer wieder interessante Konzepte vom Band rollen lassen. So wie Peugeot den 3008 – ein Mix aus Kombi, Van und SUV, der ordentlich Gepäck schluckt. Der ist kaum größer als der 308, dafür variabler und höher. Für alle Transport-Jobs ist er gut gerüstet, denn der maximal 1.241 Liter große Kofferraum bietet viele Verwandlungsmöglichkeiten. Zwei Heckklappen (unterer Teil klappt nach unten) erleichtern das Beladen ungemein, drei Ebenen für den Kofferraumboden ebenso.
Bereits in der Basisvariante “Tendance“ verfügt der 3008 neben umfangreicher Sicherheitsausstattung auch über reichlich Komfortdetails. Dazu gehören die zweigeteilte Heckklappe und der modulare Ladeboden im Kofferraum, eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Bordcomputer, höhenverstellbarer Fahrersitz, Mittelarmlehne im Fond mit Durchlademöglichkeit, Wärmeschutzverglasung und 17-Zoll Räder. Die darüber liegende Ausstattung “Premium“ hat zusätzlich ein Panorama-Glasdach, Tempomat und Alufelgen an Bord. Beim “Platinum“ sind sogar ein Head-Up-Display, Abstandswarner und Regensensor serienmäßig. Interessante Ausstattungspakete bieten weitere attraktive Details.
Auch als Diesel
Zum Marktstart gibt es den 3008er ab 21.500 Euro als Benziner (120, 156 PS) und Zweiliter-Diesel (150 PS). Der kommt ab November auch mit einer Automatik. Weitere Triebwerke sowie Getriebevarianten folgen 2010.
Leise und unauffällig lief der Diesel-Vierzylinder unseres Testautos. Seine Kraft entfaltete er harmonisch ohne Turbolöcher, der Verbrauch lag am Ende bei 6,3 Liter (Normverbrauch: 5,6 Liter). Beim genügsamen Umgang mit dem Kraftstoff half ein gut schaltbares Sechsganggetriebe. Der 3008 hat zwar keinen spritfressenden Allradantrieb, stattdessen greift auf lockerem Sand und auf Schnee die fünfstufige Traktionskontrolle (“Grip Control“) ein. Auch ohne Allrad liegt der Wagen top auf der Straße, in schnellen Kurven bleibt er folgsam und brav, untersteuert nicht. Dazu passt die Lenkung perfekt. Ein Musterexemplar, feinfühlig und direkt.
Fazit: Der Peugeot 3008 ist eine optisch gelungene und sehr geräumige Kreuzung zwischen Kombi, Van und Geländewagen. Er war im Test nie langweilig und auch nie zu durstig.
Kurztext / Weitere Fakten
Technische Daten
Modell: Peugeot 3008
Variante: 2.0 HDi Premium
Getriebe: Sechsgang
Antrieb: Frontantrieb
Motor: Vierzylinder
Hubraum: 1.997 ccm
Leistung: 110 kW/150 PS
Drehmoment: 340 Nm (2.000 U/min)
CO2-Emission: 146 g/km
0-100 km/h: 9,7 Sekunden
Höchsttempo: 195 km/h
Testverbrauch: 6,3 Liter Diesel
Kofferraum: 432 bis 1.241 Liter
Preis: ab 27.550 Euro
Internet-Infos: www.peugeot.de
Serienausstattung (Auswahl): ABS, ESP, ASR, EBV, sechs Airbags, Bremsassistent, Berganfahrhilfe, elektr. Fensterheber und Seitenspiegel (beheizt), höhenverstellbarer Fahrersitz, Klimaanlage, Panorama-Glasdach mit elektr. Jalousie, Bordcomputer, Isofix, Tempomat, 17-Zoll Alufelgen, Lederlenkrad, Funk-Zentralverriegelung
Testurteil
+ reichlich Platz (auch für Gepäck)
+ attraktiver optischer Auftritt
+ gute Übersicht im Cockpit
+ hochwertiges Armaturenbrett
+ Head-up-Display
+ laufruhiger Diesel
+ zweigeteilte Heckklappe
– Diesel nicht als “Tendance“
– Automatik für Diesel im Herbst
(we/djd)